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StadtGeschichte

Stadtansicht 1586

Rückblick auf Bad Segebergs Geschichte

Kaiser Lothar III. / Vicelin

Die Geschichte Bad Segebergs ist untrennbar verbunden mit dem am Ostufer des Travetals durch eiszeitliche Ablagerungen über einem großen Salzlager empor gepressten gewaltigen Gipsfelsen. Dieser „Kalkberg“ lag im Bereich des Limes Saxoniae, des Sachsenwalles, den die Karolinger im 9. Jahrhundert als Grenze zwischen den Sachsen und den Slaven anlegten.

Im Jahr 1134 ließ Kaiser Lothar III. auf Bitten Vicelins, des Apostels der Wenden in Ostholstein durch Graf Adolf II. eine Burg auf dem Kalkberg erbauen. Die Burg erhielt den Namen „Siegesburg“. Gleichzeitig entstanden am Fuße des Berges eine Kirche und ein Kloster. Beide waren die Grundlage für die Christianisierung und Kolonisierung der wendischen Gebiete und sogar des Baltikums.

Im Schutze der Siegesburg siedelte Graf Adolf II. Holsten an. Die entstehende Siedlung nahm den Namen „Siegesburg“ an.

Graf Rantzau in seiner Bibliothek

Die Bewohner Segebergs übernahmen um 1230 das Lübsche Recht, erhielten aber das Stadtrecht erst nachträglich im Jahre 1260 verliehen. Bis 1315 residierte auf der Burg eine Nebenlinie des Schauenburger Grafenhauses. Auch später benutzten die Landesherren, besonders König Christian I. von Dänemark, wiederholt die Burg als vorübergehenden Aufenthaltsort.

Danach diente die Burg als Residenz der Statthalter des dänischen Königs. Während der Grafenfehde wurde die Stadt 1534 bei einer vergeblichen Belagerung der Burg von den Lübeckern unter Jürgen Wullenwever zu über 95 Prozent zerstört.

Die Folgen dieser Katastrophe überwand Segeberg erst, als Heinrich Rantzau, ein bedeutender Gelehrter, Staatsmann und Kunstmäzen von europäischem Rang, 1554 Amtmann auf Segeberg und 1556 Statthalter von Schleswig-Holstein wurde. Heinrich Rantzau (1526 bis 1599) verlieh Segeberg wieder Glanz und Ansehen.

Die ganze umfassende Tätigkeit Heinrich Rantzau ist von Segeberg aus geleitet worden und hat das Gemeinwesen, in dem er lebte, stark geprägt, und so wurde die Zeit Heinrich Rantzaus von einem wirtschaftlichen Aufschwung Segebergs gekennzeichnet.

Schon vor dem 30jährigen Krieg (1618 bis 1645) war Segebergs Blütezeit zu Ende. Während des Krieges wurde die Stadt zweimal besetzt. Dabei zerstörten die Schweden die Burg (1644). Im Übrigen überstand die Stadt den Krieg ziemlich unversehrt.

Danach konnte Segeberg fast zwei Jahrhunderte lang ein durch Kriegsgeschehen wenig gestörtes Leben führen. Im Jahre 1813 jedoch wurde die Stadt wieder durch den Krieg berührt und hat, wie viele andere Städte des Landes, die schlimme Zeit nach den napoleonischen Kriegen durchmachen müssen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Segeberg als Stadt kaum noch lebensfähig. Die beengte Lage zwischen dem Kalkberg und dem Großen Segeberger See behinderte auch die wirtschaftliche Entfaltung und Prosperität. Der Konkurrenz durch die Ortschaft Gieschenhagen, das direkt an Segeberg grenzte, aber auf steuerlich viel günstigerem Klostergrund lag und zudem auch räumliche Wachstumsmöglichkeiten besaß, hatte Segeberg nichts entgegenzusetzen.

1820 kam es mit der Ernennung Johann Philipp Esmarchs (1794-1875) dann zu einem neuen Aufschwung für die Stadt. Unter seiner Leitung wurde die lang geplante Eingemeindung der Ortschaft Gieschenhagen in die Stadt Bad Segeberg vollzogen. Die Einwohnerzahl Segebergs stieg damit von 836 auf 1.923.

Der Wille zum neuen Beginn fand seinen ersten Ausdruck in dem im klassizistischen Stil errichteten Rathaus. Es wurde anstelle eines alten, reich verzierten Fachwerkhauses aus dem 16. Jahrhundert erbaut und 1828 eingeweiht.

Im Jahre 1826 wird das Segeberger Wochenblatt, die heutige „Segeberger Zeitung“, gegründet. Die Vereinigung mit der Vorstadt Gischenhagen und die Gründung des Holsteinischen Lehrerseminars (1840) hatten zu einem kräftigen Anwachsen der Bevölkerungszahl geführt. Diese belief sich im Jahre 1875 auf 5.044 Personen. Das Seminar hat bis 1925 bestanden und viele Generationen der hier ausgebildeten Lehrer wirkten in den Schulen unseres Landes.

Mit der Einverleibung Schleswig-Holsteins in Preußen (1867) wurden in Segeberg die Bohrungen nach Salz wieder aufgenommen, um dessen Gewinnung man sich schon in der dänischen Zeit vergebens bemüht hatte. Im Jahre 1869 wurde in 148 m Tiefe am Kalkberg Salz von ausgezeichneter Qualität und offenbar großer Mächtigkeit gefunden.

Da die Stadt bis dahin nicht an das Eisenbahnnetz angeschlossen war, veranlasste die Regierung sofort die Planung einer Eisenbahnlinie für den Abtransport des begehrten Produktes. So entstand die Bahnlinie Neumünster – Bad Segeberg – Bad Oldesloe, die 1875 in Betrieb genommen wurde.
Aus dem Salzabbau wurde jedoch nichts. Starke Grundwassereinbrüche vereitelten die Fertigstellung der Schächte.

Es zeigte sich, dass mit den technischen Mitteln der damaligen Zeit dem Grundwassereinbruch nicht zu begegnen war. Daher wurden im Jahre 1877 die Arbeiten endgültig eingestellt. Die fehlgeschlagenen Bemühungen um den Salzabbau hatten eine gute Seite.

Das Wasser am Grunde des Schachtes erwies sich als eine voll gesättigte Sole von vorzüglicher Zusammensetzung mit einer heilkräftigen Wirkung.

Kurhaus

Der gebürtige Segeberger Heinrich Wickel errichtete 1884 am Ufer des Großen Segeberger Sees ein Kurhaus. Am 01.10.1924 wurde der Stadt die Bezeichnung „Bad“ verliehen. Der sich zunächst gut entwickelnde Kurbetrieb musste nach dem 2. Weltkrieg eingestellt werden. Die Badeeinlagen wurden 1956 und das Kurhaus 1964 geschlossen. Im Jahre 1913 wurden die Kalkberghöhlen entdeckt, die heute zu den Fremdenverkehrsattraktionen der Stadt zählen.

Im Jahre 1937 wurde die Gemeinde Klein Niendorf sowie der Ortsteil Christiansfelde der Gemeinde Christianshof eingemeindet. Die Einwohnerzahl belief sich am 01.01.1938 auf 6.353 Personen und bei Kriegsende auf 8.836. Nach dem 2. Weltkrieg stieg sie erheblich. Am 01.01.1946 wurden 12.791 Personen in Bad Segeberg registriert.

Bis 1945 hatte sich Bad Segeberg organisch entlang den bestehenden Transitstraßen entwickelt, die sich hier seit alters her kreuzten. Nun forderten die Bedürfnisse der auf das Doppelte angewachsenen Bevölkerung gebieterisch eine Neuplanung von Grund auf. Hierbei erwiesen sich die von Professor Jansen vor dem Kriege bereits erarbeiteten Pläne als eine wertvolle Grundlage.

So entstand zunächst aus einem Guß in dem Jahrzehnt nach dem Jahre 1953 die auf 5.000 Einwohner berechnete Südstadt.

Seit 1969 hat sich zwischen der Ziegelstraße, dem Travetal und dem Ihlwald ein neuer Stadtteil entwickelt. In den Jahren 1954/55 erfolgte der erste Ausbau der Ziegelstraße und in den Jahren 1961/64 der Ausbau der B 206 in Richtung Lübeck als eine Umgehungsstraße Bad Segebergs.

Dadurch wurde gewährleistet, dass der Durchgangsverkehr aus der Innenstadt abgeleitet wurde. Der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, die Errichtung von Wohnungen sowie die Schaffung von öffentlichen Einrichtungen (z.B. Hallenbad, Klärwerk usw.) waren die Voraussetzungen dafür, dass sich Bad Segeberg zu einer bedeutenden Wohn-, Arbeits- und Einkaufsstätte sowie zu einem beliebten Fremdenverkehrsort entwickelte.

Bad Segeberg heute: eine moderne Kreisstadt

Bad Segeberg ist mit rd. 16.000 Einwohnern Kreisstadt des Kreises Segeberg.

Bad Segeberg liegt im Mittelpunkt des Großstadtdreiecks Hamburg – Kiel – Lübeck in einer reizvollen landschaftlichen Lage. Die Stadt ist historischer Mittelpunkt eines ausgedehnten Einzugsgebietes im mittelholsteinischen Raum und Kreuzungspunkt wichtiger Straßen aus allen Himmelsrichtungen.

Gute Straßen führen in die nahe gelegene „Holsteinische Schweiz“ und zu allen Seebädern an der Lübecker Bucht. Bad Segeberg präsentiert sich den Besuchern als Stadt im Grünen und ist durch seine Seen ein beliebter Urlaubs- und Naherholungsort. Die Stadt hat sich im letzten Jahrzehnt zu einem sehr dynamischen Zentrum entwickelt und ist gleichzeitig bemüht, den Reiz des gepflegten Kurortes nicht zu verlieren.

Der Große Segeberger See und der Ihlsee mit dem Ihlwald, zwei Standbädern, Ruder-, Segel- und Angelgelegenheiten, ein Hallenbad, Tennishalle und Tennisplätze, Sporthallen, Sportplätze mit Leichtathletikanlagen, Reithalle, ein ausgiebiges Wander-, Radwander- und Reitwegenetz, Kutschfahrten, Waldlehrpfad, Trimm-dich-Parcours und ein Yachthafen vervollständigen das Bild einer Stadt, in der man sich als Bürger wohl fühlen kann und die zu einem Besuch herzlich einlädt.

Ein Hauptanziehungspunkt in der Stadt Bad Segeberg ist der 91 m hohe Kalkberg mit seinen Kalkberghöhlen. Diese Höhlen wurden im Jahre 1913 entdeckt und sind bisher von einer Vielzahl von Personen besucht worden.

In ihnen findet man eine unterirdische Welt mit bizarren Steingebilden sowie botanischen und zoologischen Besonderheiten. Unsere Höhlen sind die einzigen Höhlen Norddeutschlands. Sie können auf rd. 800 m gut begehbaren und ausgeleuchteten Wegen unter fachkundiger Führung durchwandert werden.

Der Kalkberg von außen bietet die natürliche Kulisse für die im Sommer hier stattfindenden Karl-May-Spiele. Außerdem finden hier im Sommer mehrere Open-Air-Konzerte mit international bekannten Künstlern statt.

Alljährlich finden in einer der schönsten Freilichtbühnen Europas am Fuße des 91 Meter hohen Kalkberges die Karl-May-Spiele statt. Die Abenteuer von Winnetou, Old Shatterhand und Old Surehand mit den Indianern werden in lebendiger Form durch mitreißende Show und spannungsgeladene Action dargestellt.

In jedem Jahr findet im September in Bad Segeberg die Landespferdeleistungsschau Schleswig-Holstein mit der Deutschen Meisterschaft der Fahrer sowie der Schleswig-Holstein/Hamburger Meisterschaft in Dressur und Springen auf dem herrlich gelegenen Landesturnierplatz statt. Bad Segeberg ist die Landesreiterstadt von Schleswig-Holstein. Im Jahre 1975 wurde gleichzeitig mit dem Landesturnier die Europameisterschaft der ländlichen Reiter durchgeführt.

Das hervorragendste Gebäude Bad Segebergs ist die Marienkirche. Sie ist im romanischen Stil errichtet und eines der Hauptwerke aus der Frühzeit des mittelalterlichen Backsteinbaues in Norddeutschland. Der Bau wurde nach 1146 begonnen und im Anfang des 13. Jahrhunderts bis auf den Westturm vollendet.

Von den Kunstwerken in der Kirche finden der kostbare Renaissance-Altar aus dem 16. Jahrhundert, die Kanzel von 1612 und das Taufbecken besondere Beachtung.

Weiterhin sehenswert in Bad Segeberg ist das Alt-Segeberger Bürgerhaus aus dem Jahr 1606. Das älteste Haus der Stadt mit seinen „schiefen Ansichten“ wurde im Stil eines Bürgerhauses aus dem 18. Jahrhundert wieder aufgebaut und beherbergt heute ein interessantes kleines Heimatmuseum.

Bemerkenswert sind die schulischen Einrichtungen und die überörtlichen Bildungsstätten in Bad Segeberg. Es befinden sich alle Schularten am Ort, wie ein Schulzentrum mit Hauptschule, Realschule und Sonderschule, drei Grundschulen, eine Realschule, zwei Gymnasien, eine Berufsschule, drei Berufsfachschulen, drei Berufsgrundschulen sowie Fachgymnasien.

Die günstige Verkehrslage, die reizvolle Landschaft und die Initiative von Segeberger Bürgern haben die Stadt bis in die jüngste Zeit zum Sitz einer Reihe von Einrichtungen mit überregionaler Bedeutung werden lassen. Bad Segeberg ist Sitz der Lehranstalt für Forstwirtschaft für Schleswig-Holstein sowie der Imkerschule für Hamburg und Schleswig-Holstein.

Am großen Segeberger See entstand die großzügige Schulungsstätte der Deutschen Angestelltenkrankenkasse.
Für die Erwachsenenbildung kommen dazu die Volkshochschule, die Familienbildungsstätte der Propstei Segeberg. Abgerundet wird das Bild überregionaler Einrichtungen durch die Ärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung und die Privatärztliche Verrechnungsstelle für Schleswig-Holstein. Hierzu gehört auch die Akademie für medizinische Fortbildung.

Viel besucht ist Kunsthalle des Segeberger Holzbildhauers Otto Flath. Seine Arbeiten ziehen jährlich viele Besucher an. Werke dieses weltbekannten Künstlers (u.a. 40 Altäre) stehen in vielen Kirchen und Museen Deutschlands und im Ausland.

Seit 1962 ist es auch Garnison der Bundeswehr. Zurzeit sind das Panzergrenadierbatallion 182 und das Verteidigungsbezirkskommando in unserer Stadt stationiert. Ende des Jahres 2004 hat das Bundesministerium für Verteidigung die Schließung von über 100 Bundeswehrstandorten in Deutschland beschlossen, unter diesen auch die Lettow-Vorbeck-Kaserne mit 28,7 ha Größe und rd. 870 Bediensteten. Mit der Schließung des Standortes zum 31.12.2008 kommen auf die Stadt Bad Segeberg, den Zweckverband Mittelzentrum Bad Segeberg-Wahlstedt und die gesamte Region deutlich spürbare Strukturveränderungen zu.

1972 hat die Stadt Bad Segeberg mit 22 Gemeinden aus der Umgebung einen Schulverband gegründet. Das Einzugsgebiet des Schulverbandes Bad Segeberg umfasst über 31.000 Einwohner. 1975 ist ein großes Schulzentrum für rd. 1.400 Schüler eingeweiht worden. Im Schulzentrum sind eine Sonderschule, eine Hauptschule und eine Realschule untergebracht. Eine große Sport- und Spielhalle konnte 1976 fertig gestellt werden. Die Feuerwehr bekam ein modernes Gebäude an der B 206 und in der Innenstadt wurde ein großes Parkhaus gebaut.

Der Kalkberg –Bad Segebergs Wahrzeichen

Von welcher Seite man auch auf Bad Segeberg zuwandert, immer erscheint schon von weiter Ferne der bezeichnende Scherenschnitt des Kalkbergs. Seine 91 m über NN liegende Spitze ragt 30 bis 40 m über die buckelige Grundmoränenlandschaft hervor.

Malerisch lagern sich die Altstadt und das alte „Gieschenhagen“ um ihn herum. Lässt man den Blick weiterschweifen, so sieht man die Grundmoränenlandschaft Ostholsteins sich ausbreiten. Kuppe reiht sich an Kuppe, eingebettet zwischen ihnen liegen die Seen. Im Norden kann man den Großen Segeberger See mit seinen Buchten sowie den Klüthsee vor dem Kagelsberg erkennen.

Jenseits des Höhenzuges erkennt man Teile des lang gestreckten Warder Sees, an dessen Ostende der spitze Kirchturm von Pronstorf emporragt. Begrenzt wird die Landschaft nach Norden und Osten durch die große Endmoräne, welche sich von Strukdorf nach Nordwesten hinzieht.

Im Westen breiten sich der große Segeberger Forst und die Heidefläche von Rickling aus. Vom Gipfel des Kalkberges aus kann man den herrlichen Rundblick über die Stadt, weit hinein in die schöne holsteinische Knick- und Hügellandschaft genießen.

Das Gestein

Den Kern des Berges bildet der Anhydrit, das ist schwefelsaurer Kalk (CaSO S14T), der aber nur an wenigen Stellen im Inneren des Berges rein ist. Er ist mit einer Abart, dem Gips, vermischt, der durch Aufnahme von Wasser aus dem Anhydrit entsteht. Besonders die äußere Schale setzt sich aus diesem Gestein zusammen. Der Fels erscheint gebändert und marmoriert, weil härtere und weichere Schichten miteinander abwechseln. Eine der ersten Fragen, die der Fremde stellt, ist natürlich: „Wie ist der Berg in diese so andersartigen Umgebung entstanden?“
Will man dieses Werden erklären, so beginnt man am besten mit dem Entstehen des Gesteins.

Die Entstehung des Gesteins

Im Erdaltertum, und zwar in der Zechsteinzeit, war ein erheblicher Teil Nordwestdeutschlands von einem Meer, auf dessen Grunde sich Gips und Salz absetzten, bedeckt.

Dieses Meer wird ein Binnenmeer gewesen sein, das durch eine Barre vom Hauptmeer teilweise abgeschlossen wurde. Aus diesem Binnenmeere verdunstete in dem damaligen Wüstenklima das Wasser sehr stark, wurde dann aber ständig durch über die Barre einströmendes frisches Meerwasser ergänzt, das neue Mengen von gelösten Salzen brachte. So konnte das Binnenmeer sich immer mehr mit Salzen anreichern. Es entstand eine Sole, deren Dichte schließlich die Salze zum Auskristallisieren brachte. Als das Meer sich zurückzog, entstanden in der norddeutschen Tiefebene Salzpfannen und Salzwüsten. Noch ein weiterer Vorgang ist wichtig:
Über diese Salzwüsten hinweg wehten starke Winde und brachten von den benachbarten Wüsten her große Staubmengen, die sich als „Salzton“ über das Salz lagerten. So war das Salz vor dem Auslaugen durch das nun wieder hervordringende Meer geschützt. Denn nach dieser Zeit senkte sich der norddeutsche Boden ständig bis in die erdgeschichtliche Neuzeit. Dichte Schichten von Sanden, Tonen, Kalk und Kreide setzten sich ab und versteinerten, so dass das Salz jetzt mehrere hundert Meter tief unten im Grunde der norddeutschen Tiefebene ruht.

Die Entstehung des Kalkberges

Die im Wasser niedergeschlagenen Schichten lagern zunächst naturgemäß waagerecht, bilden aber heute ein unterirdischen, stark zerklüftetes Schollengebiet.
Das Salz wurde unter dem ungeheuren Druck plastisch und wurde durch die entstandenen Spalten und Risse nach oben gepresst; es bildet „Salzhorste“, welche bis zur Oberfläche empor dringen können und zum Teil auch jetzt noch nach oben gepresst werden. Ein solcher Gips-Salzhorst ist auch der Segeberger Kalkberg. Gelangt nun die Spitze des Horstes in die Höhe des Grundwasserspiegels, so wird das Salz vom Wasser gelöst. Der Salzspiegel des Segeberger Salzes liegt in 145 m Tiefe unter dem Berg. Zwei Kräfte wirken auf das Salz ein: Der Gebirgsdruck drückt das Salz nach oben empor. Die Auslagerungstätigkeit des Wassers löst das Salz von oben her. Das unter dem Salz lagernde und zwischen den Salzbänken in Schichten entstandene Anhydrit löst sich ungleich schwerer als das Salz. Daher bleibt er über dem Salzspiegel liegen und bildet den „Gipshut“. Dieser Gipshut bildet den aus der Umgebung aufragenden Kalkberg.

Der Kalkbruch

Die ursprüngliche Form des Berges war die einer kegelförmigen Kuppe, ähnlich den Basaltkegeln in Mitteldeutschland. Die Kuppe des Berges war geräumig genug, um die Burg tragen zu können. Schon früh begann man, den „Kalk“ - oder richtiger gesagt den Gips - zu brechen, wie alte Rechnungsbücher beweisen. Der Segeberger Gips stand an Berühmtheit dem Lüneburger nicht nach.

Viele Holsteiner Schlösser, Burgen und Kirchen, ja auch Privathäuser in Hamburg und Lübeck sind mit ihm erbaut worden. Seit wann in Bad Segeberg der Gipsabbau betrieben wurde, ist nicht bekannt. Seine Verwendung wurde aber schon bei der um 980 begonnenen Kapelle zu Bornhöved nachgewiesen. Der Berg wurde später Eigentum der Landesherren und die Einnahmen aus dem Verkauf des Gipses bildeten willkommene Beiträge zur Aufbesserung der landesherrlichen Finanzen.

Die Wichtigkeit des Segeberger Kalkberges bestätigt die Tatsache, dass die Freie und Hansestadt Hamburg mit der Regierung der Herzogtümer einen Vertrag abschloss und die Alster durch eine ganze Reihe von Schleusen aufstaute, um den „Kalk“ durch große Kähne verfrachten zu können.

Das Gestein wurde auf Karren bis an die Alster zur Ortschaft Stegen gefahren und dort auf Alsterkähne umgeladen. Die Kähne wurden dann die Alster hinunter „getreidelt“, d.h. an langen Tauen mit Pferden oder Menschen gezogen, wobei diese auf dem „Leinpfad“ gingen.

Von 1810 an wurde in Segeberg der Kalk in einer Kalkmühle gemahlen und im Kalkofen gebrannt. Viele Steine wurden nach Lübeck gefahren, um mit Schiffen nach den nordischen Ländern verfrachtet zu werden. Im Jahre 1931 wurde der Gipsabbau eingestellt und der Rest des Berges, der 1921 in das Eigentum der Stadt übergegangen war, zum Naturdenkmal erklärt.

Das Salzbergwerk

“Glückauf“! Es ist Salz gefunden!“ Diese für das Aufblühen unserer Stadt so wichtige Nachricht, durchlief im Jahre 1869 schnell unseren Ort. Am 14.01.1869 wurde in 148 m Tiefe am Kalkberg Salz von ausgezeichneter Qualität und in offenbar großer Mächtigkeit gefunden. Jubel erhob sich in der Stadt, die größten Hoffnungen wurden geweckt. Die ganze Stadt zeigte sich infolgedessen im Flaggenschmuck. Der Bohrbericht lautete:
„Bei einer Tiefe von 472 Fuß erbohrte man heute im hiesigen Gipsbruch Steinsalz. Nach allen Analogien ist zu erwarten, dass das Lager als ein sehr mächtiges sich herausstellen wird. Man traf, nachdem verschiedene Tonschichten durchbohrt waren, 468 Fuß überaus festen Anhydrit, und wird, da die Verbohrung des Bohrloches glücklich erreicht ist, bereits in den nächsten Tagen rasch in Steinsalz vordringen können.“

Diesen Bohrbericht schreibt das „Segeberger Kreis- und Wochenblatt“ zwei Tage nach dem Fund am 16.01.1869. Am 13.05.1870 begann man dann einen 4,70 m im Quadrat fassenden Schacht zu bauen, um das Salz bergmännisch zu gewinnen. Aber in 88 m stieß man auf eine sehr ergiebige Wasserader, welche so erhebliche Wassermengen hervorströmen ließ, dass man trotz großer Dampfpumpen sie nicht bewältigen konnte und schließlich den Schacht aufgeben musste.

Ein zweiter Versuch 1874, in einem neuen Schacht zum Salz vorzudringen, erlitt dasselbe Schicksal, da bei einer Tiefe von 126 m wieder ungeheure Wassermengen einströmten. Diese Versuche dauerten vier Monate an. Man pumpte das Wasser zunächst in den Großen Segeberger See und dann in die Trave.

Die Folge war, dass die Fische in großen Massen starben und die Bergverwaltung erhebliche Schadensersatzansprüche befriedigen musste. Schließlich gab man 1877 den Versuch endgültig auf. Man hatte wahrscheinlich eine Grundwasserschicht angeschlagen. Ein schöner Traum war ausgeräumt.

Die Kalkberghöhlen

Nachdem der Kalkberg mehr als acht Jahrhunderte hindurch genutzt und erforscht wurde, hielt er noch Überraschungen bereit. Kalkbergarbeiter hatten in der Nordwand des Bruches eine Höhlung bemerkt, schenkten ihr jedoch keine Beachtung. Drei Segeberger Seminaristen dagegen, die im März 1913 in diese Höhlung eindrangen, entdeckten die anschließenden Höhlen. An der ersten größeren Begehung der Höhle am 19.03.1913 nahm der Bruder eines der Seminaristen, der damalige Geologiestudent Karl Gripp, teil. Er wurde der eigentliche Forscher der Höhlen und bewahrte ihnen seitdem unverändert sein Interesse.

Das Höhlensystem im Kalkberg erstreckt sich in einer Ausdehnung von etwa 1.000 m halbkreisförmig um den Berg. Es besteht aus einer Reihe durch Gänge miteinander verbundenen Höhlen. Etwa 2/3 der Höhlen werden bei offiziellen Führungen gezeigt: die anderen gelten als einsturzgefährdet. Die Höhlen verlaufen im Zuge von Spalten des Gipsgesteins und entstanden dadurch, dass Grundwasser das Gestein auflöste. Durch das Auslaugen des Gesteins sind bizarre Formen entstanden, die der Phantasie der Besucher weiten Raum geben. Von Interesse sind aber nicht nur die geologischen Erscheinungen; auch der Zoologe und der Botaniker können Entdeckungen machen.

Die Hohlräume sind von etwa 140 Tierarten belebt, von denen einige ausgesprochene Höhlentiere, die meisten jedoch zufällig hineingeraten sind. Für die Fledermäuse bilden die Höhlen ein ideales Winterquartier, mehrere Arten von ihnen hängen von Oktober bis März in großer Zahl an den Decken. Das bemerkenswerteste der ausgesprochenen Höhlentiere ist der so genannte Segeberger Höhlenkäfer „Coleva holsatica“, der bisher außerhalb der Segeberger Höhlen nirgendwo gefunden wurde. Die Zoologen vermuten, dass seine Vorfahren beim Zurückweichen der Gletscher innerhalb der Höhle hinterlassen wurden. Die kleine Sammlung in der Halle des Höhlenwärterhauses enthält auch ein Exemplar dieser zoologischen Seltenheit.
Die Flora ist in der Höhle durch Grünalgen und Moose in der Nähe der Lampen vertreten. Seit längerem ist bekannt und durch systematische Untersuchungen erhärtet, dass die klimatischen Verhältnisse der Höhle sich bei Bronchialasthma und Keuchhusten günstig auswirken.

Das Freilichttheater

Als im Jahre 1933 die Arbeiten im Gipsbruch durch das von der Regierung gelegte Schutzgebiet des Kalkberges sich ihrem Ende näherten, drohte am Fuße des geschichtlichen Kalkberges eine öde Stätte mit all den Unschönheiten zurückzubleiben, die eine solche Arbeit mit sich bringt.

Durch Jahrhunderte war der Kalkstein aus dem Berg heraus gebrochen worden, um ihn entweder in der Kalkmühle zu Kalk zu brennen oder ihn als Baustein bzw. Zuschlagstoff für die Zementfabrikation zu verwenden. In den langen Jahren war an der Ostseite ein zufällig geformter Steinbruch mit allseitig steil abfallenden Wänden entstanden, die stellenweise 60 m Höhe erreichten.

Nach Beendigung der Arbeiten blieben auf dem Platz das alte Maschinenhaus mit Teilen einer Förderwand, das hölzerne Pumpenhaus für die Solepumpe und zwei tiefe Schächte, die von der preußischen Bergverwaltung in den früheren Jahren zum Zwecke der Salzgewinnung angelegt waren.

Nach 1933 gab es Bemühungen, den Ausbau als Freilichttheater durchzuführen. Im Jahre 1934 wurde das Segeberger Projekt aufgegriffen und nach den Plänen des Berliner Architekten Schaller verwirklicht. Die Arbeiten an der „Nordmarkfeierstätte“ wurden im Wesentlichen durch eine in Schafhaus untergebrachte Abteilung des Reichsarbeitsdienstes ausgeführt.

Im Jahre 1936 war die rund 8.000 Personen fassende Nordmarkfeierstätte fertig gestellt, die am 10.10.1937 eingeweiht wurde.

Beim Ausbau der Nordmarkfeierstätte waren etwa 15.000 m3 Boden als Abtrag und Auftrag zu bewegen. 3.000 m3 Kalkstein mussten für die Freilegung gesprengt werden. Seit der Einweihung im Jahr 1937 wurde das Freilichttheater für vielseitige Veranstaltungen, wie Konzerte, sportliche Wettkämpfe, Volkstanzveranstaltungen und Theateraufführungen genutzt.

Für die Stadt Bad Segeberg ist es ein unschätzbarer Vorteil, dass dieses landschaftlich schöne Stadion gebaut wurde und seither als Freilichttheater genutzt werden kann.

Karl-May-Spiele

Nach dem Kriege machte im Jahre 1951 der Lübecker Oberspielleiter Robert Ludwig den Vorschlag, das Segeberger Freilichttheater für „Karl-May-Spiele“ zu nutzen.

Die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg sollten an die Spiele auf der Felsenbühne in Rathen im Elbsandsteingebirge anknüpfen. Insgesamt waren vier Jahre lang Aufführungen von Karl-May-Stücken in Rathen aufgeführt worden, dann kam 1941 das kriegsbedingte Ende dieser Karl-May-Spiele.

Im Jahre 1952 fasste die Stadtvertretung den bahnbrechenden Beschluss, im Freilichttheater Karl-May-Stücke aufzuführen. Unter dem Intendanten Robert Ludwig wurde im Jahre 1952 die Inszenierung „Winnetou“ aufgeführt.

Das Jahr 1952 war zugleich das 130. Geburtsjahr von Karl May (1832 bis 1912) und zugleich sein 40. Todesjahr. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Innen- und Kultusministers Dr. Dr. Pagel begannen die „Winnetou-Festspiele“ im Freilichttheater.

In der Zeit vom 16.08. bis 07.09.1952 konnten bereits über 98.000 Besucher gezählt werden. Später übernahm der damalige Innenminister, Ministerpräsident und Landtagspräsident Dr. Helmut Lemke, die Schirmherrschaft für die Segeberger Karl-May-Spiele.

In ihrem Grußwort wies damals die Stadt als Veranstalter darauf hin, dass mit den „Winnetou-Festspielen“ die Stadt die Erinnerung an den viel gelesenen Jugendschriftsteller Karl May wach halten wolle, dessen Schriften heute noch wie vor einem halben Jahrhundert die Jugend begeisterten und die Erwachsenen in ihren Bann ziehen.

Die finanziellen Anfänge der Karl-May-Spiele waren bescheiden. Das Haushaltsvolumen der Spiele, eingebettet in den Haushaltsplan der Stadt, betrug 73.040,00 Mark. Es waren eindrucksvolle Aufbauleistungen, die erbracht wurden.

Außer dem Freilichttheater als Bühne mussten sämtliche Grundlagen für die Durchführung der Karl-May-Spiele neu geschaffen werden. Viele Hilfskräfte stellten sich uneigennützig zur Verfügung.

Heute kann man feststellen, dass sich die Anstrengungen der Stadt und der Verantwortlichen gelohnt haben. Durch die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem Karl-May-Verlag konnten die Weichen für bisher 50 Jahre Karl-May-Spiele Bad Segeberg gestellt werden.

Besonders hervorzuheben ist jedoch der Mut der politischen Gremien und der Verantwortlichen der Stadt Bad Segeberg, die das Wagnis „Karl-May-Spiele“ eingingen.

Kurstadt Bad Segeberg

In den Jahren 1869 bis 1877 wurden Versuche unternommen, im Kalkberggebiet Steinsalze zu gewinnen. Starke Grundwasserausbrüche verhinderten die Fertigstellung der Schächte, um dann das Salz zu gewinnen.

Durch diese Arbeiten war nämlich eine etwa 27 prozentige Sole gefunden worden, die die Grundlage für das Aufblühen Bad Segebergs als Kurstadt wurde.

Während in den umliegenden Solbädern Oldesloe, Schwartau usw. die Salzsole nur wenige Prozente gelöstes Salz enthält, war in Segeberg eine gesättigte Sole in großer Menge gefunden worden. Die Stadt hatte dann das Glück gehabt, dass ein geborener Segeberger, der Kaufmann Heinrich Wickel, den Gedanken an die Verwendung dieser Sole für ein Solebad fasste und diesen Gedanken in die Tat umsetzte.

Im Jahre 1884 legte er den Grundstein für das von ihm erbaute Kurhaus am Großen Segeberger See und schuf damit die Voraussetzung für die Entwicklung der Stadt zum Sol- und Moorbad. Die Sole wurde aus einem Schacht in der Tiefe von 75 m herausgepumpt und durch eine unterirdische Leitung durch die Stadt zum Kurhaus geleitet. Die Sole bewährte sich als ein gutes Heilmittel gegen Gicht und Rheumaleiden.

Um 1910 gab es eine Blütezeit mit über 4.000 Kurgästen und über 12.000 verabreichten Bädern.

Am 01.10.1924 wurde dem Heilbad Segeberg durch eine entsprechende Verordnung des Regierungspräsidenten die amtliche Bezeichnung „Bad Segeberg“ verliehen. Das war zu einem erheblichen Teil den Bemühungen des damals sehr aktiven „Vereins zur Hebung des Fremdendenverkehrs“ zu verdanken, der gerade 1924 sein 25jähriges Bestehen feiern konnte.

Die Zahl der Kurgäste stieg dann, auch bedingt durch die stärkere Motorisierung im Jahr 1930 auf über 7.000 Personen. Rückschläge brachten die beiden Weltkriege. Im I. Weltkrieg war das Kurhaus Lazarett und im II. Weltkrieg nahm die in Wilhelmshaven ausgebombte Marineinspektion 1941 das gesamte Gebäude in Anspruch.

Die bis dahin bestehende Solbad AG und die danach gegründete Solbad Segeberg GmbH konnten den Kurbetrieb nach dem Krieg schwer zu neuem Leben erwecken.

Die Badeanlagen wurden 1956 und das Kurhaus 1964 geschlossen. In den folgenden Jahren wurde in verschiedenen Anläufen versucht, Kureinrichtungen zu schaffen. Leider glückten diese Vorhaben nicht.

Seit 1980 ist Bad Segeberg wieder anerkannter Erholungsort. Um diesem Ruf gerecht zu werden, wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Grünanlagen geschaffen und in der Innenstadt eine Bepflanzung des Marktplatzes, des Platzes vor der Realschule und des Seminarweges vorgenommen.

1983 wurde mit dem Bau der Fußgängerzone begonnen. Teile der Innenstadt werden dadurch vom Kraftfahrzeugverkehr befreit bzw. als verkehrsberuhigte Zonen ausgewiesen.

Bad Segeberg – Stadt der Brunnen

Nach der langsamen Auflösung der Sodgemeinschaft verloren auch die Brunnen selbst zunehmend an Bedeutung. Brunnen, die geschlossen werden mussten, wurden verfüllt, ihre Pumpen demontiert und verschwanden so langsam aus dem Stadtbild. Um nicht den Kontakt mit dem Wasser und seiner lebensspendenden Energie zu verlieren, einen Ruhe- und Begegnungspunkt zu haben, wurden Brunnen zur Zierde und Bereicherung des Stadtbildes und zur Erholung für Bürger und Gäste gebaut.

Die ersten Hinweise auf Zierbrunnen im Segeberger Stadtarchiv stammen aus dem Jahr 1912. Damals wurde auf Initiative des Segeberger Bürgervereins Geld für einen städtischen Zierbrunnen gesammelt. Bildhauer wie Oskar Bodin, Leo Koch oder Max Meißner bewarben sich beim Magistrat um die künstlerische Gestaltung eines Brunnens in Segeberg. Doch der 1. Weltkrieg und die darauf folgende Inflation haben die Entstehung eines Brunnens verhindert.

1986 hat der Bad Segeberger Bürgermeister Jörg Nehter ein Konzept „Bad Segeberg – Stadt der Brunnen“ entwickelt. Diesem Konzept verdankt unsere Stadt die Entstehung vieler schöner Brunnen, die überwiegend zusammen mit Sponsoren und Brunnenpaten geschaffen wurden.

Fließendes Wasser im Stadtbild bedeutet einen Schritt in Richtung Gesundheit, Förderung der Kommunikation sowie anspruchsvolle städtebauliche Gestaltung und nimmt darum im Heilbad Bad Segeberg einen so bedeutenden Platz ein.

Schon heute bietet Bad Segeberg wegen seiner reizvollen Lage und seinen bestehenden Einrichtungen reichhaltige Gelegenheit für Kuraufenthalte, Urlaub, Sport, Erholung und Freizeitgestaltung.